Crux Alba startet mit neuem Notfallsanitäter-Jahrgang

Malteser-Ausbildung beginnt für Notfallsanitäter
Malteser-Azubis für den Notfallsanitäter

Für den Jahrgang 2026/2029 hat im Malteser Bildungszentrum „Crux Alba“ in Magdeburg ein neuer Lebensabschnitt begonnen. 22 angehende Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter starten in eine Ausbildung, die sie in den kommenden drei Jahren fachlich fordern und persönlich prägen wird.

Sechs der Auszubildenden werden für den Rettungsdienst des Landkreises Helmstedt ausgebildet, eine Nachwuchskraft für die Stadt Königslutter und eine weitere für den Landkreis Börde. Die übrigen werden künftig die Teams der Malteser-Rettungswachen im Burgenlandkreis, im Landkreis Börde, im Landkreis Harz und in Magdeburg verstärken.

Bei der Begrüßung machte Schulleiter Alexander Fuchs deutlich, dass die Auszubildenden mit ihrem ersten Ausbildungstag weit mehr beginnen als eine berufliche Qualifikation. „Mit dem heutigen Tag beginnt ein neuer Lebensabschnitt“, sagte er. Vor den Schülerinnen und Schülern liege eine Zeit, in der nicht nur medizinisches Fachwissen vermittelt werde, sondern auch Verantwortung, Teamgeist und Menschlichkeit gefragt seien.

Denn Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter müssen weit mehr können, als Krankheiten und Verletzungen zu erkennen. Sie treffen Entscheidungen unter Zeitdruck, behalten in Ausnahmesituationen einen kühlen Kopf und begleiten Menschen in den wohl schwierigsten Momenten ihres Lebens. Die Ausbildung vermittelt dafür das notwendige Handwerkszeug: von Anatomie und Pharmakologie bis hin zu moderner Notfallmedizin und Kommunikation.

Besonders hob Fuchs die große Eigenverantwortung hervor, die mit dem Beruf verbunden ist. Oft seien Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter die ersten medizinischen Fachkräfte am Einsatzort und müssten wichtige Entscheidungen eigenständig treffen. Sie seien die „medizinischen Experten der ersten kritischen Stunde“.

Ein wichtiger Teil der Ausbildung findet auf den Rettungswachen statt. Dort begleiten Praxisanleiterinnen und Praxisanleiter die angehenden Fachkräfte durch den Berufsalltag, geben ihr Wissen weiter und vermitteln nicht nur fachliche Kompetenz, sondern auch die Haltung, die den Beruf ausmacht.

Zum Abschluss gab die Schulleitung den neuen Auszubildenden noch einen Gedanken mit auf den Weg: Fachliche Exzellenz und technisches Können seien unverzichtbar. Entscheidend bleibe jedoch immer der Mensch hinter dem Patienten. Wer sich für diesen Beruf entscheide, entscheide sich bewusst für Verantwortung, Mitgefühl und den Dienst am Nächsten.

Traditionell wurde der Ausbildungsbeginn auch in diesem Jahr von der Malteser Pastoral begleitet und gesegnet. Mit guten Wünschen für die kommenden drei Jahre starteten die 22 Auszubildenden damit in einen Beruf, der wie kaum ein anderer Kompetenz, Engagement und Menschlichkeit verbindet.